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Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz (FEG)

Zum Verband «Freie Evangelische Gemeinden in der Schweiz» (FEG Schweiz) gehören Gemeinden, die Wert auf ihre Selbständigkeit legen und doch gemeinsame Interessen verfolgen. Die Ortsgemeinden sind in allen Bereichen für sich selbst verantwortlich. Die FEG Schweiz unterstützt sie bei ihren Aufgaben und fördert die Beziehungen untereinander. So können Ziele erreicht werden, die eine Einzelgemeinde überfordern.

 

Geschichte

Die ersten Freien Evangelischen Gemeinden entstanden um 1830 in Bern. Carl von Rodt war dabei eine prägende Persönlichkeit. 1838 gründete Stephan Schlatter in St. Gallen die erste FEG der Ostschweiz. Die Gemeinden breiteten sich aus und es entstand der Bund FEG. 1910 wurde dieser erneuert und nahm die Form der heutigen FEG Schweiz an. Längst waren die FEG Gemeinden zu einer internationalen Bewegung geworden. So wurde 1948 der «Internationale Bund FEG» in Bern gegründet. Dieser umfasst heute weltweit über eine Million Menschen in mehr als 20 nationalen Freikirchen.

 

Selbstverständnis

Die FEG Schweiz besteht aus selbständigen, örtlichen Gemeinden mit eigener Leitung. Die Selbständigkeit der einzelnen Gemeinde soll in Liebe und mit Rücksicht auf die mit verbundenen Gemeinden ausgeübt werden.

Glaubensgrundlage ist das Wort Gottes, die Bibel. Die Freien Evangelischen Gemeinden respektieren und schätzen sie als alleinigen Massstab für Glauben, Lehre und persönliche Lebenspraxis. Die FEG Schweiz stimmt mit der Glaubensbasis der «Europäischen Evangelischen Allianz» überein. Die Freien Evangelischen Gemeinden verstehen sich als Teil der weltweiten Gemeinschaft all derer, die im Glauben an Jesus Christus stehen.

Mitglied einer Freien Evangelischen Gemeinde wird man nicht aufgrund von Taufe oder Tradition, sondern durch den freiwilligen Entschluss eines Menschen, der an Jesus Christus glaubt und mit ihm lebt. Am Abendmahl kann teilnehmen, wer Jesus Christus vertraut. Getauft wird nach biblischem Vorbild durch Untertauchen. Voraussetzung dazu ist das Bekenntnis des persönlichen Glaubens.

 

Aufgabenschwerpunkte

Die FEG Schweiz unterstützt die zusammengeschlossenen, eigenständigen Gemeinden in ihrem Bestreben, auf der Grundlage der Bibel das Evangelium von Jesus Christus zeitgemäss, innovativ und transparent auszuleben und zu verkündigen. 

Die Arbeitsschwerpunkte der FEG Schweiz umfassen: Kinder-, Jungschar- und Jugendarbeit, Schulung von Mitarbeitern, Aus- und Weiterbildung von Pastoren, diakonisch-soziale Arbeit, Mission in der Schweiz, in Europa und weltweit.

Zur FEG Schweiz gehören: Alters- und Pflegeheim Salem in Ennenda GL, Kinderheimat Tabor in Aeschi BE, Inlandmission (Vision Schweiz), Europamission (Vision Europa), Kinder- und Jugendarbeit, Bauhilfsgenossenschaft.

 

Die FEG in Zahlen

Zur FEG Schweiz gehören 90 Gemeinden - davon sind 16 befreundet. Das bedeutet, dass diese im Aufbau sind oder die FEG näher kennenlernen möchten. Insgesamt sind das rund 8‘200 Mitglieder. Mit den Kindern und Jugendlichen zusammen beträgt die Zahl der Gottesdienstbesucher ca. 12‘000. In den Gemeinden arbeiten ca. 200 Mitarbeiter/innen im pastoralen Dienst, mit jungen Menschen und in sozialen Aufgaben.