Chrischona-Gemeinden Schweiz
11’000 Gottesdienstbesucher in etwa 100 Gemeinden. Jugendarbeit, sozial-diakonische Arbeit sowie Weiterbildungen für Pastoren. Das und viel mehr prägt die freikirchliche Szene innerhalb der Chrischona-Gemeinden Schweiz.
Chrischona
Die Chrischona-Gemeinden in der Schweiz sind seit 1998 als Verein organisiert. Der Verein ist Mitglied des Verbandes der Pilgermission St. Chrischona. Heute umfasst er rund 100 Gemeinden in drei Sprachregionen der Schweiz. Die Veranstaltungen der Chrischona-Gemeinden stehen allen interessierten Personen offen. Als evangelische Freikirche sind die Chrischona- Gemeinden unabhängig vom Staat und anderen Kirchen, versteht sich jedoch als Teil der weltweiten Gemeinden von Jesus Christus. Unsere Glaubensgrundlage ist die Bibel. Neben voll- und teilzeitlichen Mitarbeitern ist unsere Arbeit nur durch den Einsatz von vielen Ehrenamtlichen möglich. Zusammen mit den Predigern vor Ort, Jugendpastoren und Gemeindemitarbeitern setzen sie sich freiwillig für die Verbreitung des Evangeliums von Jesus Christus ein.
Die Gemeinden werden von der Leitung Schweiz im geistlichen, personellen und auch administrativen Bereich unterstützt. Durch regionale und nationale Anlässe werden die Beziehungen zwischen den Gemeinden und auch zum Verband der Pilgermission gefördert. Zahlreiche Schulungsanlässe dienen der Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen und vollzeitlichen Mitarbeitenden.
Geschichte
Die Pilgermission St. Chrischona ist eine Frucht der pietistischen Bewegung des 19. Jahrhunderts, die durch den tatkräftigen Pionier Christian Friedrich Spittler besonders in der Region Basel aufblühte und schon früh ein Zentrum auf dem Chrischona-Berg bei Bettingen erhielt.
Als Christian Friedrich Spittler 1840 die Pilgermission St. Chrischona gründete, war sein Hauptmotiv die Evangelisation der Schweizer Bevölkerung. Carl Heinrich Rappard, der das Werk von 1868 – 1909 leitete, machte aus der Schule für „Handwerkermissionare“ (Spittler) die erste „Evangelistenschule“ im deutschsprachigen Raum. Junge Männer, Träger der frohen Botschaft, zogen in die Dörfer und Städte und suchten Menschen für Jesus zu gewinnen. Als Folge ihrer Tätigkeit entstanden „Gemeinschaftskreise“, die ersten 1869 in der Schweiz, 1875 in Deutschland, 1876 in Frankreich. Sie wurden nach dem Namen der Ausbildungsstätte „Chrischona-Gemeinschaften“ genannt.
Die Pilgermission St. Chrischona ist heute ein internationaler christlicher Verband mit Sitz in Bettingen bei Basel. Kernauftrag der Pilgermission St. Chrischona ist die Bildungsarbeit am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc). Zum Verband gehören das Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW), die Evangelische Stadtmission im Südlichen Afrika (ESSA), die Literaturarbeit (Brunnenverlag, Buchhandlungen), die Chrischona-Gemeinden Schweiz, der französische Gemeindeverband Vision-France, die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) und die Schwesternschaft des Diakonissen Mutterhauses St. Chrischona (DMH).
Die rund 200 Chrischona-Gemeinden evangelisch-landeskirchlicher und freikirchlicher Prägung werden derzeit von etwa 20’000 Menschen besucht.
Neben dem Theologischen Seminar St. Chrischona zieht das Konferenzzentrum in Bettingen jährlich rund zehntausend Gäste zu Seminaren, Konferenzen oder Tagungen an.
Selbstverständnis
Im folgenden Glaubensbekenntnis ist unser gemeinsamer evangelischer Glaube formuliert:
Glaubensbasis der Europäischen Evangelischen Allianz (EEA)
Evangelische Christen bekennen sich zu der in den Schriften des Alten und Neuen Testaments gegebenen Offenbarung des dreieinigen Gottes und zu dem im Evangelium niedergelegten geschichtlichen Glauben. Sie heben folgende Lehrsätze hervor, die sie als grundlegend für das Verständnis des Glaubens ansehen und die gegenseitige Liebe, praktischen Dienst der Christen und evangelistischen Einsatz bewirken sollen:
1. Die Allmacht und Gnade Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Schöpfung, Erlösung und Endgericht.
2. Die göttliche Inspiration der Heiligen Schrift, ihre völlige Zuverlässigkeit und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.
3. Die völlige Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen.
4. Das stelIvertretende Opfer des menschgewordenen Gottessohnes als einzige und allgenügsame Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren ewigen Folgen.
5. Die Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist.
6. Das Werk des Heiligen Geistes, der Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt.
7. Das Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch Seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist.
8. Die Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit.
Weiterführende Informationen – zu denen sich auch die Chrischona-Gemeinden Schweiz bekennen – finden Sie in der Lausanner Verpflichtung.
Aufgabenschwerpunkte
Gemeindearbeit und Schwerpunkte
Neben der klassischen Gemeindearbeit mit Gottesdiensten und Kleingruppen (Hauskreise) und den dazugehörigen Angeboten als Schwerpunkt, engagieren sich die Chrischona-Gemeinden Schweiz in weiteren Bereichen wie Biblische Seelsorge und Lebensbegleitung, Diakonie, Ehe und Familie, Kinder- und Jugendarbeit, Glaube zuhause leben, 55+, Weiterbildung, Ferien und Freizeit, Member Care. Informationen dazu können Sie unserer Webseite www.chrischona.ch entnehmen.
Statistik
Heute zählen sich rund 7'000 eingetragene Mitglieder und ständige Besucher, plus rund 4'000 Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre in den 100 Gemeinden zu Chrischona. Die etwa 11'000 Gottesdienstbesucher treffen sich regelmässig in den Gottesdiensten. Im Verein Chrischona-Gemeinden Schweiz sind rund 150 Prediger, Jugendpastoren und Gemeindemitarbeiter, sowie weitere Mitarbeiter im administrativen Bereich voll- oder teilzeitlich tätig.