VFG - Selbstverständnis
Wer wir sind
Der VFG - Freikirchen Schweiz ist ein nationaler Kirchenverband, mit gegenwärtig 15 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 700 örtliche Kirchen mit ihren diakonischen Werken gehören.
Als Freikirchen Schweiz verbinden uns das Bekenntnis zu Jesus Christus als Herr auf der Basis der Bibel, der Auftrag der Verkündigung des Evangeliums und der Aufbau von lokalen Kirchen.
Als gemeinsame theologische Basis anerkennen wir das Apostolische Glaubensbekenntnis und die Lausanner Verpflichtung.
Was wir wollen
Der VFG - Freikirchen Schweiz will die Verbandsleiter zusammenbringen und ihnen eine Plattform zum persönlichen Kontakt und zur internen Diskussion von aktuellen Themen zu theologischen und gesellschaftlichen Fragen geben. Diese Vernetzung soll dazu beitragen, dass die dem VFG angeschlossenen Organisationen und deren Leiter in ihrem Auftrag gestärkt werden.
Ausserdem sorgt der VFG dafür, dass die Freikirchen in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen und akzeptiert werden und nimmt seine Rolle als Ansprechpartner gegenüber Medien, Behörden und andere Kirchen wahr.
Neben der Schweizer Bischofskonferenz und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund versteht sich der VFG als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen.
In der Politik beteiligt sich der VFG an den Vernehmlassungen des Bundes, soweit sie Themen betreffen, die für die Freikirchen relevant sind und tritt für die christlich-ethischen Werte in der Gesellschaft ein.
Wie wir arbeiten
Der VFG - Freikirchen Schweiz hat in der Leiterkonferenz, der die Leiter der angeschlossenen Bewegungen angehören, ein Instrument zur gegenseitigen Begegnung, Anhörung sowie zur Beratung und Beschlussfassung über gemeinsame Aktionen, Tagungen und Projekte.
Diese Leiterkonferenz trifft sich dreimal im Jahr. Eines der Treffen wird als ordentliche Generalversammlung durchgeführt.
Durch regelmässige Gespräche und Treffen mit ähnlichen Organisationen wie der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA), dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und dem Réseau évangélique suisse (RES) fördert der VFG die Zusammenarbeit der evangelischen Christen in der Schweiz.
Der Verband, ist rechtlich als Verein konstituiert. Er wird von einem vierköpfigen Vorstand geleitet und betreibt in Aarau ein Sekretariat.
Vier freikirchliche Grundtypen
«Freikirchen» ist ein Sammelbegriff eine vielfarbige kirchliche Landschaft von ganz unterschiedlichen Gemeinschaftsformen mit ganz unterschiedlicher Geschichte oder auch Hintergrund.
Man unterscheidet vier freikirchliche Grundtypen:
Die «klassischen» Freikirchen. Darunter versteht man solche Freikirchen, für die sowohl die Trennung von Kirche und Staat als auch die freiwillige Mitgliedschaft zu den Grundsätzen ihrer Ekklesiologie gehören. Zu diesem Typ gehören zum Beispiel die Baptisten und die Mennoniten.
Kirchen die sich aufgrund eines » Bekenntnisnotstandes » von einer bestehenden Staatskirche getrennt und sich – der Not gehorchend - als Freikirche organisiert haben. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Freien Evangelischen Gemeinden.
Freikirchen die sich aus innerkirchlichen Erneuerungsbewegungen (Gemeinschaftsbewegung, Methodismus, Pietismus) gebildet haben. Hierher gehören unter anderen die Chrischona, das Evangelische Gemeinschaftswerk und die Heilsarmee.
Freikirchen, die aus der pfingstlichen oder charismatischen Erneuerungsbewegungen im 20. Jahrhundert hervorgegangen sind. Dazu gehören die Bewegung Plus und die Schweizerische Pfingstmission.
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